Thank God, I'm a Countrygirl!

Montag, 24.03.2014

Da bin ich wieder. Zurueck bei Tom, Karen und ihrem absolut verwoehnten Hund Mitzi. Ich habe mich spontan gegen Melbourne entschieden. Eine Grossstadt reicht und ausserdem bedeutet Herbst in Melbourne, dass es kalt wird... Aber ich war 12 Tage in Sydney!

Am Montag (10.03) bin ich hier losgefahren, nachdem ich meine Waesche getrocknet hatte und Cameron das Auto zum Laufen gebracht hat. So gegen 11 war ich also endlich on the road und mit Zwischenstops fuer essen und tanken habe ich es bis nach Wallandabah geschafft, wo ein Nachtparkplatz ist. Dort habe ich dann eine Postkarte geschrieben und auf dem Weg zum Postkasten kam ich am Marshall Pub vorbei. Das fand ich irgendwie passend (einige verstehen das jetzt) und so habe ich beschlossen dort zu essen. Und weil ich nicht gerne alleine esse, habe ich mich selbst eingeladen in die Maennerrunde, bei der ich allerdings sehr willkommen war. Diese Runde entpuppte sich als Ansammlung der "Dorfweisen" und so habe ich wahnsinnig viel gelernt und vorallem gelacht. Gegen elf bin ich dann zurueck und ins Bett.

Dienstag wollte ich dann nach Sydney fahren, was noch 360km entfernt war. Das ging auch recht gut, bis ich dann schliesslich dort war. Ich bin ca 4 Stunden mit Trisha durch die Stadt geirrt, war ungefaehr in jedem Vorort und mitten im Zentrum. Wer von euch weiss, wie verzweifelt ich in Kiel bin, kann sich das Szenario vielleicht ungefaehr vorstellen. Irgendwann hatte ich dann wenigstens eine Touristeninfo gefunden aber die waren so unfreundlich und nicht hilfreich, sodass ich voellig entnervt aus der Stadt geflohen bin und die Nacht auf einem Parkplatz am Highway verbracht habe.

Neuer Tag, neues Glueck, hiess es dann am Mittwoch, und mit einem Ziel bin ich morgens gestartet. Das hat dann auch geklappt, ich habe ein Hostel in Balmain gefunden, sogar mit Schlafplatz fuer Trisha! Nachdem ich meine Sachen ins Zimmer gebracht hatte, konnte ich endlich duschen! Anschliessend habe ich mich zu ein paar Leuten auf die Terrasse gesetzt, bevor es in die Stadt ging. Die Leute waren alle sehr nett und ich hatte immer witzige Abende.

Sydney an sich ist halt eine typische Grossstadt. Der Hafen ist wunderschoen und Habour Bridge und Opera House sind beeindruckend aber die Innenstadt ist halt die Innenstadt. Shoppingcentren und so weiter, da gibt es nicht so viel zu erzaehlen.

Mittwoch bin ich durch die Gegend gelaufen, war ich den Botanischen Gaerten und im Hyde Park und habe mir im Opera House eine Theaterkarte gekauft. Das Theater war am Montag 'A WInter's Tale' von Shakespeare und es hat mir richtig gut gefallen. Buehnenbild und Requisiten waren sehr einfach gehalten, der Fokus lag auf den Schauspielern und die waren super!

Ein weiteres Highlight fuer mich war Paddy's Market. Es ist wie der Londoner Camden Market: Laut, eng, bunt und vorallem billig! Und obwohl Staedte an sich vielleicht nicht so mein Fall sind, liebe ich es in eine Menschenmenge einzutauchen. Man wird durch die Gegend geschupst und verliert seine eigenen Gedanken im Stimmengewirr. Ich finde es tatsaechlich toll! Paddy's Market bietet alles! Vorallem natuerlich Souvenirs aber auch sonstige Kleidung, Spielzeug, Massagen, Huellen fuer Handys und Co und es gibt sogar einen riiiiesigen Obst- und Gemuesebereich.

Natuerlich kam ich ums Nachtleben nicht drumrum. Am Freitag bin ich durch die Stadt gezogen, unter der Leitung von Lena S., die ich als Touristenfuehrerin nur empfehlen kann! Vielen Dank, fuer den super netten Abend!!! Super gefiel mir auch der kleine Markt bei mir um die Ecke, der am Samstag stattfand. Eine Mischung aus Flohmarkt und Handwerkermarkt, mit sehr netten Verkaeufern.

Was habe ich sonst noch gemacht? Um der Stadt zu entkommen, war ich am Dienstag in Manly, einem wunderschoenen Ort mit Strand und tollen Spazierwegen zu schoenen Ausblicken. Bondi hat auch sehr schoene Spazierwege, Ausblicke und Straende, die allerdings voellig ueberfuellt sind. Trotzdem hat es sich gelohnt. Was sich auch sehr gelohnt hat, waren die Blue Mountains, die ich am Sonntag mit Lena und Niko besucht habe. Man koennte zwar sagen, dass die 'Three Sisters' nur drei grosse Felsen sind und langweilig, aber die Leute pilgern ja auch wie verrueckt zum Uluru...

Neben meinen Trips und Besuchen in der Stadt habe ich viel Zeit im Hostel verbracht, mit Menschen aus aller Welt. Es war ziemlich chaotisch, laut, ein bisschen dreckig aber ich hatte viel Spass!

Gestern bin ich dann aber doch morgens um 7 gefluechtet und nach einer langen Fahrt bin ich gegen halb 6 angekommen. Zusammenfassend laesst sich sagen: Sydney ist schoen, aber ich bin gerne ein Landei.

Am 3. geht's zurueck nach Gympie 'back home' und dann im Mai komm ich nach Deutschland. Ich freu mich schon!

Passt auf euch auf! Kuesschen

Klischeefoto Das ist Niko Ich freu mich auf meine Ostsee!! Bondi Beach Feuerwerk gucken mit Lena

 

Wieder da.

Sonntag, 09.03.2014

Hallo ihr Lieben!

Ich hatte gesagt, dass ich einen Job suche und ich habe einen gefunden. Einen richtig coolen natuerlich. An Annas Geburtstag bekam ich eine Mail von Tom, in der er mir schrieb, dass ich gerne bei ihm arbeiten koenne (ich hatte mich beworben). Am naechsten Tag haben wir dann telefoniert: Er hat eine Farm in der Naehe von Warwick (direkt hinter der Grenze in NSW) und eine gepachtete in der Naehe von Coen ganz weit oben im Cape York. Dort ist sein Stiefsohn Jack und dort sollte ich hin. Die Reise mit dem Auto haette zwei Tage non-stop fahren bedeutet und da Regenzeit ist, waere ich eh nicht hingekommen. Also bin ich am 22.1. zu Tom und Karen gefahren. Als ich ankam, war niemand da, denn sie mussten Buschfeuer bekaempfen. Nach einer Weile kam die Tochter Georgie und wir sind zusammen mitten ins Geschehen gefahren. Ich hab mich als firefighter bewiesen (etwas besonderes a day keeps the blues away). Abends hat es dann endlich nach Ewigkeiten angefangen zu regnen.

Am naechsten Tag hat es auch geregnet und war im Vergleich einfach nur wahnsinnig kalt. Wir sassen draussen auf der Veranda und haben den Regen gefeiert. Bis zum 29.1. war ich bei denen, habe gebuegelt, beim Kuehe sortieren zugeschaut und war am 28.1. mit Tom auf einer Auktion. Das ist echt ein Erlebnis! Die Auktionaere sprechen so unglaublich schnell, dass man sich nicht vorstellen kann, dass es irgendeinen Sinn ergibt. Das coolste an meinem Aufenthalt war die Tatsache, dass ich in meiner Freizeit reiten durfte!!

Zusammen mit Karen bin ich dann am 29.1. nach Brisbane gefahren. Von dort aus sind wir nach Cairns geflogen, wo wir dann uebernachtet haben. Am naechsten Tag ging es los ins Abenteuer: mit dem Postflugzeug sind wir nach Strathburn geflogen. Zwischendurch sind wir 4 mal gelandet, denn der Postflieger beliefert die Farmen nicht nur mit Post sondern auch mit Lebensmitteln. Mittags sind wir in Strathburn gelandet.

Strathburn ist 180km von Coen entfernt, die naechste Tankstelle ist in Musgrave, 110km entfernt. Die Farm umfasst 640000acres, das sind ca. 295000 Hektar und dort laufen in 11 Paddocks 5000-6000 Cattle. Zum Vergleich: in NSW laufen 2000 Cattle in 36 Paddocks, die zusammen 1500 acres ausmachen. Jack ist sozusagen der Boss in Strathburn. Er ist 17, lebt dort ganz alleine und hat alles voll im Griff. Ihn sollte ich unterstuetzen und bekochen.

Karen wollte eine Woche Urlaub machen und sich die Farm anschauen und wie ihr Sohn so lebt. Direkt nachdem wir angekommen sind, sind wir losgefahren, um so viel wie moeglich zu sehen, solange es noch nicht zu nass ist. Bei unserer Rundtour haben wir einen Bullen gesehen, der sich nicht fortpflanzen soll, den hat Jack dann erschossen. Abends haben wir zusammen Tv geschaut und Wildschweine beobachtet, die keine 5 Meter vom Haus entfernt waren.

Am naechsten tag sind wir wieder rumgefahren und Jack hat zwei Dingos (wilde einheimische Hunde) geschossen, da diese sonst Kaelber jagen. Nachmittags sind wir zum angeln gefahren und haben uns auch von dem Krokodil nicht abhalten lassen (No risk, no fun). Ploetzlich hat es geschuettet wie aus Eimern, aber da es einfach immer warm ist, war das nicht so schlimm. Es war auch nie schlimm, dass die Dusche nur kalt ist. Wir haetten natuerlich Feuer unterm Kessel machen koennen, aber das war selten noetig, man gewoehnt sich schliesslich an alles.

Samstag ist uns aufgefallen, dass der Dieseltank leer ist. Also sind wir tatsaechlich zum tanken gefahren, der Hilux beladen mit 2 grossen Faessern. Es hat den ganzen Nachmittag gedauert, denn die Strasse ist nur aus Sand, hat viele Schlagloecher und wir mussten durch 3 Baeche fahren. Ja, auch tanken kann ein Abenteuer sein! Auf dem Weg zurueck haben wir 4 Kuehe entdeckt, die ausserhalb ihres Paddoks waren. Buster (Jacks Lieblingshund) hat sie fuer eine Weile getrieben, bis sie wenigstens wieder auf der richtigen Farm waren. Ich finde das ja immer sehr beeindruckend, wie die Hunde arbeiten.

Sonntag haben wir die Kuehe schliesslich an ihren Bestimmungsort getrieben, mit Auto, Quad, Motorrad und zwei Hunden. Ausserdem haben wir einen Futterstand repariert und das kleine Schweinchen gefuettert, das in den Wochen zu meinem Freund geworden ist und wann immer es frei war, ist es mir hinterher gelaufen und hat sich seines Lebens gefreut. Ja, wir haben uns auch gegenseitig angegrunzt.

Dann kam der Anfang von Ende. In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es angefangen zu regnen. Und wir es geregnet hat. Den ganzen Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag oh und am Wochenende uebrigens auch. Donnerstag war allerdings der schlimmste Tag. Eigentlich sollte das Flugzeug kommen und Karen abholen. Es kam auch, konnte aber nicht landen, ist halt kein Wasserflugzeug. Ausserdem ist uns am gleichen Tag der Strom ausgegangen. Keine Sonne, kein Strom. So einfach ist das. Die Pferde hatten die witzige Idee die Pumpe umzurennen, sodass auch duschen nicht mehr ging. Es ist sehr schoen zu sehen, auf was man alles verzichten kann: kein Internet, kein Handy, kein Tv, keine warme Dusche. Aetzend fand ich es nur, als das Brot und Obst aus war. Und es war zugegebener Weise schon nervig, dass es so viel geregnet hat, denn es war einfach alles nass oder klamm, inklusive meines Kissens, das angefangen hat zu schimmeln.

Am Montag war dann wieder alles gut. Wir wurden von Sonnenschein geweckt, waren wieder uebers Telefon erreichbar und der Wetterbericht kuendigte gutes Wetter fuer die naechsten Tage an. Ueberraschenderweise ist das auch eingetroffen, sodass am Donnerstag das Flugzeug landen konnte. Allerdings stand natuerlich noch viel unter Wasser und die Baeche waren so voll, dass man nirgends hin konnte. Es hat Wochen gedauert, bis man wieder wirklich durchkam, sodass ich Jack nicht wirklich helfen konnte, er konnte mich einfach nicht mitnehmen. Ich habe versucht so hilfreich wie moeglich zu sein, habe geputzt und gekocht und war einfach da, was ja auch was ist.

Es war eine unglaubliche Erfahrung und ich bin unendlich froh, dass ich es gemacht hab. Ich habe nie so einen perfekten Sternenhimmel gesehen und man nimmt selten war, wie laut es ist, wenn man nichts hoert. Ausserdem werde ich wohl nie wieder so weit weg von jeglichem Stress sein.

 Uh was ich vielleicht noch erwaehnen sollte: Ich hatte eine Schlange in meinem Zimmer. Eine Brownsnake, die gar nicht mal so klein war (ca 170cm). Ausserdem hatte ich unglaublich viel Spass mit den Pferden, die, wenn sie Landeweile hatten, einfach mal durchs Haus spaziert sind.

Donnerstag war das Abenteuer zuende. Um halb 1 bin ich wieder ins Flugzeug gestiegen und zurueck nach Cairns geflogen. Dort hat mich die Zivilisation voellig erschlagen. Tausend Nachrichten, sobald ich wieder Internet hatte und einfach so viele Leute, Laerm, Hektik... Ich haette nicht gedacht, dass es so verstoerend ist. Am Flughafen habe ich dann auf meinen Flug nach Brisbane gewartet und den Fastfoodverzicht ausgeglichen. Um Mitternacht hat Tom mich abgeholt mit dem Truck und wir haben mitten in der Nacht noch Kuehe verladen. Von der neuen Backpackerin sind sie nicht begeistert, deshalb schicken sie sie nicht zu Jack.

Ich versteh mich ganz gut mit ihr. Freitag haben wir zusammen gefruehstueckt (ich hatte laenger geschlafen, da ich erst um halb 5 im Bett war, die Fahrt mit Tom war sehr nett), anschliessend sind wir nach Warwick gefahren und haben Cameron abgeholt, der liegengeblieben war. Wir haben Lick (Zusatzfutter fuer Kuehe) abgeholt und sind zurueck zur Farm gefahren. Dort haben wir Mittag gegessen, dann sind Cameron und ich durch die Paddocks gefahren und haben das Lick verteilt. Abends sass ich mit Karen zusammen, wir haben Wein getrunken und uns richtig nett unterhalten. So gegen 11 kamen Tom und sein Bruder und ich habe geholfen sie Bullen vom Truck zu kriegen.

Samstag war dann der Hammer. Morgens haben Tom und ich zwei Pferde eingeladen und sind zu Dougie gefahren. Von dort aus sind wir losgeritten zum Kuehe treiben. Das hat richtig Spass gemacht, obwohl es zwischendurch geregnet und gestuermt hat. Zum Mittag sind wir nach Hause gefahren, mit den Pferden im Truck. Die durften auch dort bleiben. Karen, Emma, Tom und ich sind wieder zu Dougie gefahren, wo wir Kaelber gebranntmarkt haben. Dabei wurden sie auch gleich kastriert, haben eine Ohrmarke bekommen, die Hoerner wurden geschnitten und sie haben eine Spritze bekommen. Ich hatte richtig viel Spass! Vielleicht heirate ich doch einen Farmer. Aber nur einen australischen mit Pferd ;)

Abends sind Emma und ich nach Stanthorpe gefahren, haben Feuerwerk bewundert und waren beim Rodeo. Leider war es zu dunkel fuer gute Fotos, aber es ist so, wie man es sich vorstellt, nur tausendmal besser.

Morgen fahre ich hier los und absolviere das absolute Kontrastprogramm: Sydney und Melbourne. Trisha kann es kaum erwarten wieder unterwegs zu sein. Meinen Geburtstag will ich aber in Gympie feiern und dort auch bis Mai bleiben, denn es ist mein zweites Zuhause geworden und auch wenn ich mich inzwischen schon auf Deutschland freue, so werde ich doch auch etwas zuruecklassen.

Passt auf euch auf! Kuesschen

Nach dem Buschfeuer Kuehe sortieren Einer der ca 15 Hunde Tom und seine Hunde Hunde bei der Arbeit Saleyards Das Postflugzeug Abflug in Cairns Eine Landebahn und Termitenhuegel In Strathburn Jack Terasse und Fernsehbereich Das eingangstor ist 30km von Haus entfernt Davon hatten wir ganz viel Wildschweine im Garten Galahs Das Haus The Troublemakers Rusti Blick ins/ durchs Haus Die Kueche Dusche und WC Das durfte ich sogar reiten Mitbewohner Ungebetener Gast Uebrigens giftig Ein Spitzmaulfrosch!!!! Konfituere, Mama! Am Ende des Regenbogens steht kein Topf mit Gold! Nachbar Jimmy Rusti, Jack und Buster Chub Ecki Vorbereitung fuers branding Branding Hoerner kappen Ohren ausstanzen Piercing fuer Kuehe Viehtrieb zur Koppel Ein echter Cowboy

Neues Jahr- neuer Versuch

Dienstag, 14.01.2014

Hallo ihr Lieben!

Ein frohes neues Jahr wuensche ich euch allen. ich hoffe, ihr seid gut reingekommen und habt euch im neuen Jahr schon zurecht gefunden.

Da das letztes Mal micht so super funktioniert hat mit dem Blogeintrag, versuche ich das jetzt nochmal und hoffe, dass es erfolgreicher ist:

Am 14.11. bin ich also losgefahren. Es war ein grauer Tag, was sehr schade war, da ich eigentlich an den Strand wollte. So bin ich dann ziemlich direkt nach Rockhampton zu meiner Grosstante Kerri und ihrem Lebensgefaehrten Max gefahren. Dort habeich auch das Wochenende verbracht. Es war der erste grosse Beweis, dass es sich lohnt, das gemuetliche Nest zu verlassen. Ich hab mich sofort willkommen gefuehlt, inmitten von Katzen und Hunden. Kerri und Max sind beide wahnsinnig lieb und haben alles daran gesetzt, dass meine Zeit unvergessen wird. Max hat einen Freund, der Fluglehrer ist und ein eigenes Flugzeug besitzt und so bin ich dann ueber Rockhampton geflogen! Und ja, ich durfte sogar fliegen!!! Also das Flugzeug steuern. Wie cool ist das denn? Ausserdem hat Paul (der Pilot) Achterbahn gespielt, was im Flugzeug viel mehr Spass macht als in der Achterbahn. Ansonsten wurde mir Rockhampton gezeigt, eine typische australische Kleinstadt. Kerri und Max hatten aber auch gute Tipps, was ich unbedingt machen muss und haben mir Geld gegeben, um in Port Douglas schnorcheln zu gehen.

Am Montag bin ich dann weitergefahren nach Mackay. Man denkt ja, dass man auf dem Nationalhighway niemals allein ist, aber Pustekuchen! Zwischen Rockhamton und Mackay habe ich zeitweise NICHTS gesehen. Kein Dorf, kein Haus, keinen Empfang, kein Auto. Nur die toten Kaengurus am Strassenrand liessen erahnen, dass da mal Leben gewesen sein musste. Da war ich doch sehr froh, dass Max mir ein Funkgeraet fuer den Notfall gegeben hatte, welches ich am Anfang doch so belaechelt habe...

In Mackay angekommen, habe ich dann erstmal den Strand aufgesucht. Wo das Meer rauscht bin ich zuhause und dieses Gefuehl brauchte ich, denn ich habe festgestellt, dass die australischen Staedte alleine nicht so der Hit sind und ich hab mich etwas einsam gefuehlt. Also beschloss ich am naechsten tag, die stadt so schnell wie moeglich zu verlassen und machte mich auf zum Eungella National Park.

Unglaublich! Aus der Hitze ab in den Regenwald. Allein die Fahrt dorthin war ein Abenteuer. Ich habe Trisha kurzerhand zu einer franzoesischen Bergziege erklaert und so haben wir zusammen die enge schmale Strasse erklommen. Dann habe ich ihr eine Pause gegoennt und bin durch den Regenwald gewandert. Das tat richtig richtig gut und war richtig schoen! Ich bin auch zu einer Stelle gefahren, die 'Platypus View' heisst und ich habe tatsaechlich ein Schnabeltier gesehen!! Das ist ziemlich selten und deshalb ziemlich cool! Auf dem Weg zurueck ins Tal, auf der Suche nach einem Nachtlager, habe ich einen Platz mit wunderschoener Aussicht gefunden und mich dort fuer die Nacht eingemietet. Die Frau an der Tuer sagte: Ich habe auf dich gewartet. Und genauso hat es sich angefuehlt. Am abend hatte ich ein sehr nettes Gespraech mit einem Farmer, es gab Kartoffeln zum Abendbrot und ich habe ausgezeichnet geschlafen.

Fuer Donnerstag hatte ich mich bei meinem Grossonkel Otto in Ayr angemeldet, also nutzte ich den mittwoch, um ganz gemuetlich nach Airlie Beach zu fahren. Da sind ja mehr Deutsche als Australier... Airlie Beach ist ganz schoen aber fuer meinen Geschmack zu touristenlastig. Nach einem kleinen Spaziergang suchte ich mir also einen Platz etwas ausserhalb, ging im Pool baden und war einfach gluecklich. Zur Kroenung bekam ich lecker Abendbrot spendiert (Ich hab doch gesagt ich bin niedlich, ich komm klar). Nachdem ich noch ewig mit den spendablen leuten zusammengesessen hatte, ging ich dann ins "Bett". Am naechsten Morgen ging es nach dem Fuettern der Voegel wieder auf die Strasse.

Bevor ich jedoch zu Otto und Svetlana fuhr, erkundete ich Dingo beach, einen wunderschoenen kleinen verlassenen Strand, mit ganz schoenen Muscheln. Baden gegangen bin ich aber nicht, denn "don't swim, where nobody else swims". Anschliessend ging es nach Bowen, Mangosorbet essen. Yummi!! In Bowen wurde uebrigens "Australia" gedreht. Und dort gibt es wunderschoene Straende, doch der Sand war so heiss, dass ich keine Moeglichkeit hatte sie zu nutzen. Abends kam ich dann in Ayr an und wurde sehr herzlich willkommen. Die beiden Kinder waren zwar sehr schuechtern, aber das sollte sich bald aendern. Kaum war ich am Freitag aufgestanden, schon erschallte ein froehliches "Lena! Lena!" und so haben Konrad und ich noch vor dem Fruehstueck Autos gespielt. Anschliessend zeigte Otto mir die riiiiiesige Melonen- und Zuckerrohrfarm und ich kam sogar in den Genuss von frischen (richtig, richtig frischen) Melonen. Oh und ich hab mir die Maschinen angeguckt, bevor ich dieses Highlight vergesse :D Zurueck von der Fuehrung wurde dann Autos und Zug und Schaukeln gespielt. Kinder sind was tolles!

Otto und Svetlana hatten gerade Besuch von Svetlanas Bruder Jakob und seiner Freundin Lena aus Deutschland. Mit den beiden bin ich dann am Samstag nach Ravenswood gefahren, ein kleiner verschlafener Ort mit huebschen Pub, in dem abends die Hoelle los ist, wenn die Arbeiter aus den Minen kommen. Tagsueber ist da aber tote Hose, also sind wieder weitergefahren nach Burdekin, um uns den Damm anzuschauen. Es ist sehr beeindruckend und ein wenig beaengstigend sind vorzustellen, dass die Mauer, vor der man steht, einen ganzen See haelt. Wir wollten eine kleine Abkuehlung im See geniessen, auf dem eine Wasserski fuhren und wurden sogleich gefragt, ob wir auch eine Runde drehen wollten. Klar! Unfassbar, dass ich erst nach Australien kommen musste, um Wasserski zu fahren. Ist ja nicht so, dass ich es zuhause weit zumj wasser haette... Es war auf jeden fall ein sehr schoener Tag, der mal wieder biewiesen hat, wie freundlich die Australier sind!

Am Sonntag wollte ich ja eigentlich weiterfahren. aber ehrlich gesagt nicht. Es war einfach zu gemuetlich. Wie gut, dass Svetlana mir die stadt zeigen wollte, so brauchte ich nicht mal selbst nach einer Ausrede suchen ;) Zusammen sind wir auch an den Strand gefahren, was die beiden Jungs unendlich genossen haben.

Montag ging es dann aber wirklich weiter. Ab nach Townsville. Bei gefuehlten tausend Grad hatte ich nicht besseres zu tun, als den Berg zum Ausguck hochzukrackseln. Schlaue Idee! Hat sich aber gelohnt! Und die Abkuehlung im Ozean hatte ich mir dann auch mehr als verdient! Wenn man schonmal in Townsville ist, soll man sich Magnetic island nicht entgegen lassen und so ging es dann am naechsten Tag mit der Fahere rueber. Dort war es uebrigens nicht wirklich kuehler als aufm Festland und nach 10km wandern war ich stolz und voellig fertig. ich wollte nichts anderes als eine Dusche. Zurueck in Townsville habe ich mir dann den naechstgelegenen kostenlosen Platz gesucht, der eine Dusche hatte. Als ich dann aber in Rollingstone ankam, fand ich Toiletten und eine Schlange, aber keine Dusche... Erst durch fragen fand ich herraus, dass die Dusche aussen war. Ein Rohr auf der Auffahrt. Achsooo. Mir war das alles herzlich egal. Ich hab den vorbeifahrenden Autos froehlich zugewunken. Nach dem Duschen bin ich zu den Leuten gegangen, die mir beim Finden geholfen hatten, wurde zu einem Drink eingeladen und sass bis spaet in die Nacht bei ihnen. Hatte ich erwaehnt, dass die Australier sehr freundlich und offen sind?!

Mittwoch war ich dann total unmotiviert. Bis mittags lag ich im Auto, dann wurde es zu heiss und ich fuhr nach Babinda, nahm ein Bad im Fluss, ass Fish and Chips und ging frueh ins Bett. Es hatte die ganze Nacht geregnet und hoerte auch am naechsten Tag nicht auf. Deshalb hab ich in Cairns nichts besucht ausser ein Shoppingcenter zwecks Essen. Aber die australischen Staedte sind ja eh nicht so meins. Also ab nach Port Douglas. Dort habe ich den Schnorcheltrip gebucht und bin dann uebergluecklich ueber die Promenade spaziert. Die Nacht habe ich in Mount Molloy verbracht, einfach weils umsonst war. Freitag war ich dann wieder in Port Douglas, habe die Zeit auf einen netten Campingplatz totgeschlagen und mich super mit meinen hollaendischen Nachbarn verstanden.

Am Samstag war es dann soweit!!! Morgens gings zum Hafen und dann rauf auf das Boot, dass uns zur Plattform am Riff bringen sollte. Unterwegs fragte die Crew, ob man auch tauchen wolle. na, wenn ich schon die Gelegenheit und das Geld hab, warum nich?! Also gabs eine halbe Stunde Einweisung und nach der Ankunft gings dann ins Wasser und runter. Das ist ja so faszinierend und atemberaubend! Da faellt einem das gleichmaessige Atmen schon echt schwer. Natuerlich haben wir nemo in seiner Anemone besucht, die wir sogar anfassen durften und die sich daraufhin an den Fingern festsaugt. Ausserdem haben wir eine riesige Muschel gestreichelt, die sich dann schliesst. Es ist einfach so anders und schwer zu beschreiben! Nach dem Tauchgang gabs dann ein wahnsinnig leckeres Mittagsbuffet und dann bestieg ich das U-Boot, dass uns ums Riff fuhr, inklusive interessanter Infos und Babyhai. Und dann ging es schnorcheln! Man schwebt nur einige Zentimeter ueber den Korallen und ist umgeben von Fischen. Ich hoffe, dass die Bilder was geworden sind. Viel zu schnell war der Tag vorbei und es ging zurueck an Land und ab zu Gerard und Mariana nach Dimbulah.

Dort blieb ich bis Dienstag, erkunderte ein bisschen das Atherton Tableland und am mittwoch war ich dann wieder in Ayr/ Clare bei Otto, Svetlane, Konrad und William. Ich bin eine Woche geblieben und habe mich super wohl gefuehlt. Familienleben geniessen. Alltag haben. Kinder bespassen. Wir waren im Fittnessstudio, haben den geburtstag einer Freundin mit Cocktails gefeiert und haben Weihnachtslieder im park gesungen. Schon komisch so im Sommerkleid, aber das machte das es fuer mich einfacher nicht Zuhause zu sein. Weihnachtskekse bei 37 Grad backen ist eine Herausforderung, aber Svetlana und ich haben sie super gemeistert!

Am Freitag fuhr ich dann nach Rockhampton zurueck, um mich bei Kerri und Max zu bedanken. Bis Sonntag blieb ich da und es war wieder so gemuetlich. In Gympie angekommen, ging das Keksebacken weiter. Erst Lebkuchen direkt nach meiner Ankunft und dann am Samstag einmal alle deutschen Plaetzchen, damit Sarah das dann naechstes Jahr alleine kann.

Was ist sonst noch passiert? Meine cousine ist 18 geworden, was natuerlich gefeiert werden musste und dann war ja auch Weihnachten und Jahreswechsel. Ganz ehrlich: Haette man mir erzaehlt, wir feiern den Geburtstag der Wetterfee, ich haette es vermutlich geglaubt. Mit Weihnachten so wie ich es kenne, hatte es nicht so viel zu tun. Allein, weil am 24. nichts ist und man die Geschenke am 25. zum Fruehstueck auspackt. Dann natuerlich auch, weil um 10 schon 35 Grad waren. Aber es war ein sehr schoener Tag in Cedar Grove, einem Park/ Campingplatz mit Badestelle. Das Wochenende drauf sind Sarah, Morne, Anna und ich dann auch wieder dorthin zurueckgekommen, um zu campen. Total entspannt! Einfach perfekt.

Zu Sylvester hat Sarah mich in einen Jumpsuite gesteckt und zu einer achtziger Party mitgenommen. Es war auf jeden Fall sehr witzig!!! Das neue Jahr ist bis jetzt ganz entspannt. Ich hab hauptsaechlich entspannt, bei Sarah, die mich am liebsten hierbehalten wuerde. Letzte Woche hab ich auf Anna aufgepasst und war mit ihr und Daisy im Australia Zoo. Im Moment bin ich auf der Suche nach einem neuen Job, am liebsten auf einer Cattlestation. Ich kann mir nicht vorstellen im Mai schon wieder zurueck zu sein, aber ich hab ja noch etwas Zeit.

Passt auf euch auf und lasst mal von euch hoeren!

 

Krass... Schon Halbzeit

Samstag, 21.12.2013

Hallo ihr Lieben,

es tut mir mal wieder sehr leid, dass ich so lange nicht berichtet habe. Es ist sooo viel passiert:

Nachdem ich die Bohnenfam gewechselt habe und noch etwas gearbeitet habe, sowie Herbi besucht hab, habe ich mich dann auch endlich dazu entschieden, das gemuetliche Nest zu verlassen und bin am 14.11. aufgebrochen Richtung Norden.

Heute kriegt ihr erstmal die Bilder. Nachdem ich eine Stunde getippt hab, war der ganze Eintrag ploetzlich weg. Trotz sichern!

Habt schoene Weihnachten im kalten Deutschland!Wallaman FallsBei HerbiPaul und MaxDas Flugzeug von PaulRockhampton von obenLena darf fliegen!!KerrieOliSausagedog FrankieLexieMackayEungella National ParkEungellaEin PlatypusDingo BeachKonradOttoLena und JakobBurdekin DamWilliamKonrad und SvetlanaTownsvilleMagnetic IslandWandern auf Magnetic islandUnterwasserweltQuicksilver plattformGerards Puppydog

Das Internet funktioniert wieder!

Sonntag, 20.10.2013

Hallo ihr Lieben!

Es tut mir leid, dass ich so lange nichts von mir hab hoeren lassen. Zu meiner Verteidigung: Wir hatten drei Wochen kein internet auf der Farm... Ein Monat ist verstrichen (Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt!) und es ist so einiges passiert. Ich versuche mal der Reihenfolge nach vorzugehen:

Am 21. September haben Jonas und ich Bernie und seine Frau auf ihrer wunderschoenen Farm besucht. Fuenf Hunde wuseln durch die Gegend und sind ganz scharf darauf einen Ball zu jagen oder von Bernie trainiert zu werden (Bernie ist uebrigens ein Bruder meiner Oma). Die Hunde werden ausgebildet Kuehe und Schafe zu hueten und dorthin zu treiben, wo Bernie sie haben will. Es ist sehr faszienierend, dabei zuzusehen. Auf der Farm gibt es ausserdem Huehner, Schafe, Kuehe und drei pferde inklusive eines Fohlens. Es war ein sehr schoener Nachmittag und es ist immer wieder schoen eine fremde deutsche Stimme zu hoeren (wobei ich zum Teil schon ein sehr englisches Deutsch habe, denn irgendwann denkt man einfach auf Englisch).

Da wir am 25.September einen Tag frei hatten, haben wir beschlossen etwas mit Anna zu unternehmen, die gerade Ferien hatte und sich wahnsinnig gefreut hat. Wir haben sie morgens abgeholt, sind auf den Spielplatz gegangen und nachmittags in den Pool in der Stadt. Das Wasser war eiskalt (natuerlich nicht geheizt) und nachdem ich mich zum aufwaermen in die Sonne gesetzt hatte, war ich natuerlich krebsrot. Fuer die naechsten drei Tage. Ohne zu uebertreiben: man haette bacon and eggs auf meinen Schultern braten koennen. Toptraeger waren Hoelle. Ja, wer nicht hoeren will, muss fuehlen (Du hattest recht, Mama. Wie immer)

Jonas Schwester verbringt zur Zeit auch Zeit in Australien (inzwischen neuseeland) mit ihrem Freund und natuerlich wollte Jonas Zeit mit ihr verbringen. So habe ich ihn am 28.September nach Harvey Bay gefahren, von wo aus die drei dann am naechsten tag nach Fraser Island gestartet sind. Ich selbst bin wieder zuruck gefahren, da ich dachte, eine kleine Pause taete unserer Beziehung mal ganz gut. Das Wochenende habe ich hauptsaechlich mit entspannen (Lena-Zeit) verbracht. Ausserdem war meine Tante da, um Kosmetika herzustellen aus Macadamianuss. Natuerlich durfte ich wieder labeln: kleine Flaeschchen, Doeschen und so weiter... Oh und meine Haare haben sich veraendert: sind jetzt rot ;)

Am ersten ist Jonas dann wieder auf die Farm gekommen, denn am zweiten startete ja das Familien-Festival. Gerade als wir losfahren sollte, ging das Auto kaputt, aber zum Glueck konnten wir Sarahs leihen (Familie ist supi).

Das Familienfest war rundum schoen und ich habe es sehr genossen. Es ist eine wahnsinnig offene und herzliche Familie, in die ich da geboren wurde und so wurden wir ueberallhin eingeladen, obwohl viele nur meinen Namen kannten. Der Reihe nach:

Der erste Tag bestand eigentlich nur aus dem Abend, an dem wir essen gegangen sind und dann schlafen gingen. Am dritten, stand Kayaking auf dem programm und das war wirklich gut. Mein entzuendetes Handgelenk fand das nicht, aber wer hoert da schon drauf? (ist auch inzwischen wieder weg) Abends wurde gegrillt  und so war auch der naechste Tag vorbei. Vielleicht sollte ich von der Anlage erzaehlen, auf der wir in kleinen Huetten untergebracht waren: Die Huetten liegen wunderschoen an einem kleinen See, in dem sich Enten, Gaense und Schildkroeten tummeln, die man auch fuettern und fangen kann, aber Achtung! Schildkroeten beissen und kratzen!

Am 4. Oktober stand der nahegelegene Waterpark auf dem Programm, den nicht nur die Kleinen sehr genossen haben ;) Da es auch der Beginn des Wochenendes war, sind weitere Verwandte angereist. Gut verstehen tu ich mich vorallem mit meinen Cousin (was auch immer) Herbi, der ein halbe Jahr aelter ist als ich. Das "Formal-Dinner", das abends stattfand, haben alle sehr genossen, obwohl es zwar etwas zu kalt und windig war fuer ein Kleid. Aber was tut man nicht alles fuer Seafood?!

Der naechste Morgen begann sehr frueh, aber es war definitiv das Highlight: Whale-Watching!!!! Ich war voll dabei! Wer mich kennt kann sich vielleicht ungefaehr vorstellen, dass ich wie eine Irre auf dem Boot rumgehuepft bin und den Walen zugerufen habe. Der Kapitaen sagte, dass die Wale bei Schulklassen besonders nahkommen, da sie die Aufregung der Kinder spueren koennen. ich war aufgeregt fuer mindestens 3 Schulklassen... hat aber nichts gebracht. Trotzdem, war es wirklich grossartig!! Abends sind Herbi, Genevieve und ich zum Strand gefahren (nutzlos Sprit verballern), haben eine Sandburg gebaut und hatte einfach noch ein bisschen mehr Spass. Nach dem abendlichen grillen, sind Herbi und ich dann nochmal ne Stunde am Strand lang gelaufen: Ich geniess es einfach Zeit mit der Familie zu verbringen und die Menschen hier haben sowas von meinen Humor und Herbi hat sogar aehnliche Macken :D

Leider muss ich sagen, dass der Sonntag nicht ganz so erfreulich war. Jonas und ich haben uns getrennt.

Ich arbeite jedenfalls immernoch auf der Bohnenfarm und Trisha war schon zweimal beim Mechaniker. Jetzt ist sie aber wohl gesund und so werde ich bald gen Norden aufbrechen, auf der Suche nach Arbeit ;)

Dieses Wochenende waren wir in Kandanga, wo ein Dartstunier stattgefunden hat. Zusammen mit nana und einigen anderen Frauen habe ich in der Kueche gearbeitet und mich in ein Pommes verwandelt (Respekt an alle, die an der Fritteuse arbeiten!!!)

Das wars dann auch schon wieder. Ich bin gespannt, was noch passiert und freu mich nach wie vor auf Nachrichten aus Deutschland, oder wo immer ihr seid!

Kuesschen

Digging in the dirt

Dienstag, 17.09.2013

Zunaechst einmal: Es tut mir leid, dass ich den Blog so vernachlaessigt habe! Hier ist einiges passiert. Vorletztes Wochenende hat Trischa ihre Innenausstattung bekommen und die ist echt der Hammer! Morne war total in seinem Element und es hat Spass gemacht zuzusehen.AnnaMaterialkaufVorher...Nachher Um die getane Arbeit zu wuerdigen sind wir in den Jockey Club gegangen ;) Ausserdem hat Jonas schon zweimal ganz lecker fuer Sarah, Morne und Anna gekocht. Am Sonntag, den 8. sind wir dann mit Trisha nach Noosa gefahren: ein bisschen ueber die Promenade bummeln, Postkarten kaufen und am Strand chillen inklusive kurz in die Wellen springen.

Unter der Woche haben wir gearbeitet. Jonas auf der Farm und ich bei Nana. Von Mittwoch auf Donnerstag waren wir bei Sarah, haben lecker gegessen und gechillt. Und am Donnerstag waren wir das erste mal bei Donut KingCool ich liiiiebe frische Cinamon Donuts!! Abends waren wir dann bei Ivan und Julie, um sie zu verabschieden, denn am Freitag sind sie nach deutschland geflogen. Schon getroffen? Ausserdem haben wir erfahren, dass wir einen Job auf einer Bohnenfarm als Pfluecker haben. Dort haben wir dann am Freitag das erste Mal gearbeitet: Es ist eine ziemlich eintoenige Arbeit aber das team ist cool und es ist schoen an der frischen Luft zu sein. wir arbeiten von halb 7 bis 2, sodass die Sonne noch nicht zu stark ist.

Am Wochenende haben Jonas und ich dann einen trip nach Rainbow Beach gemacht, um zu testen, wie gut Trisha wirklich ist. Es war super schoen! und ich kann sagen: seit ih das letzte Mal dort war, vor 6 Jahren, hat sich absolut nichts veraendert :DSieht da noch wer ein Ziegenskelett?

Am Sonntag hatten wir schrecklich ekelhafte Pancakes zum Fruehstueck und nachdem ich etwas krank war mussten wir schon um 12 den Strand verlassen und zurueck nach Gympie.

Am Montag gings mir dann wieder gut und so sind wir dann wieder arbeiten gegangen. Es war ziemlich bewoelkt und das war sehr angenehm. Heute Nacht hat es gewittert und geregnet und das Arbeiten heute war die reinste Schlammschlacht. Bald gibts Fotos vom arbeiten ;)

Bis dahin: Passt auf euch auf! Sonnengebraente und etwas verbrannte Gruesse vom anderen Ende der Welt

Gutes Wetter, Trisha und ein wachsender Haufen Verwandtschaft

Donnerstag, 05.09.2013

Hey Leute. Ich wollte mich kurz mal melden, um mitzuteilen, was hier so passiert ist. Zunaechst einmal: Das Wetter wird immer besser (nicht, dass es jemals schlecht war) und es geht in grossen Schritten auf den Sommer zu (ja hier schwingt ein bisschen "HAHA" mit).

Jonas und ich haben am Montag Trisha bekommen. Das ist der kleine suesse Citroen Berlingo, den wir nun unser Eigen nennen duerfen!! Gluecklicherweise hat sie Blinker und Scheibenwischer auf der richtigen Seite, denn bei Nanas Auto hab ich zum Abbiegen erstmal die Scheibe geputztLachend. Trishas Jungfernfahrt ging zum Traffic Office, wo wir sie erstmal ummelden mussten. Die deutsche Buerokratie ist ja ziemlich furchtbar, aber die australische steht ihr in nichts nach. Wir haben etwa eine halbe Stunde damit verbracht zu beweisen, dass wir real existieren, was nicht so einfach ist, wenn ausweis und Fuehrerschein nicht zaehlen und man neben dem Reisepass noch andere Beweise erbringen soll. Letztendlich hat uns die Dame gedoch gegalubt und jetzt sind wir also stolze Autobesitzer. Obwohl Trisha eigentlich Franzoesin ist, verhaelt sie sich sehr norddeutsch. Mit den Bergen hat sie so ihre Problemchen, aber wir verstehen uns sehr gut und mit netten Worten hats bis jetzt immer geklappt. Jonas ist fleissig am planen, wann und wie und ueberhaupt er ein Bett einbauen kann. Also alles sehr cool.

Am Dienstag waren wir bei Chris (dem Bruder meiner Oma) zum Barbeque. Und da habe ich einen riesen Haufen Familie getroffen, die alle mega nett sind und genau meinen Humor haben (eine gute Prise Ironie und Sarkasmus ist was schoenes). Unter anderem war auch mein Uropa da. Kein Kommentar dazu. Die Leute in meinem Alter sind alle sehr offen und akzeptieren einfach, dass ich zur Familie gehoere, obwohl sie mich zum Teil noch nie gesehen haben. Das passiert hier oefter, denn die Familie ist seeeeehr gross. Als dann auch noch rauskam, dass ich nicht nur zur Kath-Family, sondern auch zur Groves-Family gehoere, war allen klar, dass ich eigentlich mit ganz Gympie verwandt bin. Cool, oder?

Ansonsten arbeitet Jonas fuer Poppy auf der farm und ich arbeite fuer Nana, indem ich die ganzen Tueten macnuts mit Stickern und Schleifen verseh.

Ich hoffe, es geht euch allen gut und ich freu mich sehr, wenn mir jemand schreibt. Passt weiterhin auf euch auf! Kuesschen

Gympie Music Muster: Eine gute Mischung aus Wacken und Zeltlager

Dienstag, 27.08.2013

Wie schon angekuendigt, waren Jonas, Sarah, Morne und ich am Wochenende auf dem Gympie Music Muster, dem groessten Country-Festival Australiens. Am Donnerstag sind wir in den State Forest gefahren, in dem das Ganze jedes Jahr stattfindet. Viele Camper sind schon frueher angereist, einige schon Wochen vorher. Es ist ein riiiiiiesiges Campinggelaende, so gross, dass Shuttlebusse von den einzelnen Areas zum Festivalgelaende fahren. Wir hatten allerdings Glueck. Da wir im Volunteercamp waren, mussten wir nichtmal fuenf Minuten gehen, um an der Mainstage zu sein. Dafuer, dass wir sechs leute im Camp waren (2 Freunde von Sarah und Morne sind am Freitag dazugekommen), hatten wir riesig viel Platz. Spass beim AufbauKomfortabel viel PlatzUnser Luxusbett (aus dem leider die Luft entwichen ist)Nachdem wir unser Lager errichtet und eingerichtet hatten, haben wir ein Feuer gestartet, auf dem wir auch das ganze Wochenende gekocht bzw. gegrillt haben (eigentlich hat niemand ausser Morne sich ums feuer gekuemmert---es durfte niemand ;)) Abends kam dann Sarah von der Arbeit und nach dem ersten Dinner, ging es zum Festivalgelaende. Da es dort allerdings ziemlich leer war und wir am naechsten Tag frueh aufstehen mussten, ging es nach ein paar Drinks zurueck zum Camp und bald ab ins Bett.The Fireman

Die Nacht war so kalt und wir waren wirklich froh, dass wir Poppys und Nanas Megaschlafsaecke hatten. Um sechs mussten wir am naechsten Morgen aufstehen, denn um sieben mussten wir anfangen Programme zu verkaufen.Die Tischdecke ist gefroren... Das war ein unheimlich entspannter Job, denn wir sind mit dem Auto ueber die Campingplaetze gebrettert und haben die Programme aus dem Auto verkauft. Um eins waren wir dann auch schon fertig und konnten uns von der Arbeit erholenLachendBesuch im Camp. Abends ging es wieder aufs Festivalgelaende zum Feiern.Mainstage (suess verglichen mit Wacken)Sarah (Winterjacke musste sein)BrendanWayneMorne

So kalt die Naechte auch waren, so warm waren die Tage. Am Samstag kam Anna (Sarah und Mornes Tochter) zu Besuch. Es war ein bisschen anstrengend, da sie quasi rund um die Uhr Aufmerksamkeit fordert. Aber ihr Papa wollte sie unbedingt bei sich haben, also durfte er sich um sie kuemmern. Und er musste auch abends frueher vom Konzert nach Hause, weil seine kleine Prinzessin muede war.Der Drummer von Jimmy Barnes traegt ein St. Pauli Trikot!!!!Wir hatten dafuer umso mehr Spass und auf dem Rueckweg auch ein bisschen Trouble mit der Polizei. Hier kommt eine klassische "witzige Geschichte": Auf dem Rueckweg zum Camp fanden wir einen Buggy, der total zerstoert war, weil ihn jemand in den Zaun gesetzt hatte, das ganze Dach gebrochen und die Fensterscheibe zersplittert war. Waehrend wir noch ueber die Parkingskills gelacht haben, kam Sarah auf die Idee unter dem Zaun durchzukrabbeln, den Buggy zu starten und aus dem Zaun zu befreien. Brendan musste ihr helfen, weil sie ihn nicht starten konnte, aber der Schluessel steckte. Sobald beide sassen, waren ploetzlich 1000 Leute da, die Sarah und Brendan beschuldigten den Buggy gestohlen zu haben und in den Zaun gekracht zu sein. Die Polizei kam dazu und die Befragung dauerte ueber eine Stunde. Das Witzige war allerdings, dass nur die Leute befragt wurden, die nicht dabei gewesen waren. Wir, die wir das Ganze beobachtet hatten, sollten uns da schoen raushalten.

Am naechsten Tag hatte die Polizei sich alles nochmal ueberlegt und war zu dem Punkt gekommen, dass der, der den Buggy so zerstoert hatte, wohl auch verletzt sein musste und so wurden Sarah und Brendan "freigesprochen". Nachdem wir das lager abgebaut hatten und alles gestaut hatten, sind wir zurueck zur Farm gefahren. Zurueck zu der coolsten Toilette der Welt und der allnaechtlichen Angst auf einen Frosch zu treten. Aussicht vom Klo auf die Auffahrt (und immer lieb winken)Kein Gewaechshaus!Ist es nicht idyllisch?!Jetzt sind wir also wieder hier, das Wetter ist der Wahnsinn und am Ende der Woche haben wir unser Auto.

Ist das Leben nicht schoen?!

Zuhause ist, wo du willkommen bist

Mittwoch, 21.08.2013

Morgen geht das Muster endlich los! Die Sachen sind gepackt, der Alkohol gekauft und wir sind schon ganz gespannt. Aber was ist sonst so passiert?

Nachdem wir auf der Gingerfarm waren, waren wir auch auf Wilwarrell (der Farm, die meinem Urgrossvater gehoerte). Es ist inzwischen ziemlich verlassen dort und alles verfaellt zusehens, doch fuer mich war es trotzdem spannend nach ueber 15 Jahren mal wieder dort gewesen zu sein.Wilwarrell

Am naechsten tag waren wir auf einer Bohnenfarm (es ist nicht schwer zu erraten, dass mein Poppy Farmer istZwinkernd). Auch das war sehr interessant und wir hoffen, dass wir dort eventuell als Beanpicker arbeiten koennen. Die Farmer sind alle sehr offen und ziemlich witzig, wobei sie auch zum Teil schwer zu verstehen sind (es ist halt nicht das Englisch, das man in der Schule lernt).

Abends waren wir bei Sarah und ihrem Mann zum Essen eingeladen und dort haben wir auch uebernachtet. Sie haben ein Haus in Gympie, das im Vergleich zum Fernseher ziemlich klein istLachend. Wir hatten einen schoenen Abend, etwas Alkohol und vor allem sehr viel Spass (jaja mein Wortschatz mag in der Schule nicht ueberzeugt haben, aber ich komm super klar!!).Morne und Sarah

Am Freitag hat Sarah uns morgens zurueck gefahren zur Farm, wo wir den Rest des Tages hauptsaechlich gechillt haben (wir sind ja "on holiday"). Abends waren wir dann mit Poppy in dem Pup (im Jockey Club), in dem er mittwochs immer Darts spielt. Dort haben wir auch ein paar Lose gekauft, aber wir hatten leider kein Glueck.

Mehr Glueck hatten wir dann am naechsten Tag, als wir beim Pferderennen waren. Das ist etwas, das man in seinem Leben auf jeden Fall mal gemacht haben sollte!! Alle sind gestylt und tragen coole Huete (so wie man es sich vorstellt). Ich hatte ein blaues Ballkleid von Kate an und endlos hohe Schuhe. Zum Glueck hatten wir Sitzplaetze.Sehen und gesehen werden Sarah wollte unbedingt wetten und wir haben insgesamt ca 50 Dollar gewonnen. Ziemlich cool. Nach den Rennen wollten wir in den Pub. Wandern ist in hohen Schuhen nicht zu empfehlen! Auf dem Weg haben wir einen Einkaufswagen gefunden und so durften die Jungs uns schiebenEine witzige Art zu reisen!. Nach ein paar Drinks ging es dann nach Hause zu Sarah, wo wir Rugby geguckt haben und dann ins Bett gegangen sind.

Der Sonntag gehoerte dann wieder ganz der Familie. PoppyDaisy und CometZwei Schwestern von Poppy waren zum Lunch gekommen. Und es gab Carameltart! Einfach suuuuper lecker!! Meine kleinen cousinen haben an dem Tag auch festgestellt, dass nicht Emma die grosse Cousine ist, sondern ich. Wir haben zusammen gespielt und hatten viel Spass (vorallem als sie mich gezwungen haben mit dem kleinen Roller den Huegel runterzubrettern).

Montag war ein wenig langweilig. Ausser im Internet nach Autos geschaut, haben wir nicht viel gemacht. FreizeitbeschaeftigungWir haben aber einen kleinen Van gefunden, der allerdings schon verkauft war, als wir angerufen haben. Nana hatte auf einen anderen Seite mehr Glueck und so sind wir am Dienstag nach Kin Kin gefahren um uns einen Citroen Bellingo anzuschauen. Und TADAAAA er ist super!! Jetzt kriegt er noch ein Road Worthy Certificate und dann gehoert er uns!! Mein erstes selbst gekauftes Auto (Dank Poppys und Nanas Hilfe). Fuer 3000 Dollar. Ich bin so gespannt und freu mich total!!

Heute waren Jonas und ich in Gympie, weil wir zur Bank mussten undich dringend einen Hut fuers Muster brauchte. Alles erledigt! Jetzt kanns losgehen. Es wird bestimmt super witzig!

Ich schreib euch dann danach wieder! Passt auf euch auf! (Liebe Gruesse nach Canada, falls Oma dort in den Blog schaut. Und gute Besserung an Goschi!!)

Kuessi und Tschuessi

Gympie---The place to be!!!

Mittwoch, 14.08.2013

So liebe Leute. Hier ein neuer Eintrag. Diesmal endlich von der funnyfarm! Vorgestern sind wir frueh morgen in brisbane gelandet und wurden von poppy (Opa) und nanna (Oma) abgeholt. Hui das war eine riesen Freude! Nachdem wir das Auto gefunden hat, ging es nach Hause. Dort warteten drei Hunde schon sehnsuechtig auf unsere AnkunftDas ist Daisys Hund Commit (poppy nennt ihn Fugly, denn er ist f***ing ugly)Bob (ist uebrigens weiblich) und Bo (leckt jeden ab der ihm begegnet) jonas und ich haben uns nochmal fuer zwei Stunden hingelegt. Danach haben wir zuerst zu Fuss und danach mit Poppy mit dem Quad die Farm erkundet. Abends kam der engste Familienkreis zusammen, um die Ankunft "of the bloody germans" zu feiern. es war super witzig (wie nicht anders zu erwarten) Nach einem feuchtfroehlichen Abend ging es ins Bett.

Ich liebe es so sehr hier zu sein!!! Heute sind wir durch die gegend gefahren mit Poppy, haben uns das Festivalgelaende des Gympie Muster angeschaut. das ist ein Countryfestival und findet naechte Woche statt. Jonas und ich werden auch da sein, denn Sarah (meine Tante) hat uns Jobs besorgt, die uns freien Eintritt erlauben. Ausserdem waren wir heute auf der Gingerfarm (ginger= Ingwer), auf der Kate (die andere Tante) arbeitet. Es klingt vielleicht nicht so spannend, aber wir geniessen es hier total!!

Ich habe die anderen Beitraege mit bildern gefuettert... Schaut mal rein.

Das wars so weit von meiner Seite. Im Moment wie gesagt geniess ich die Familie und wir haben einfach nur Spass zusammen (und lange Diskussionen ueber Gott und die Welt)

Passt auf euch auf!!

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